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  • Wiebke Zapkau

    Schulungen in "Orientierung und Mobilität"(O&M) und in "Lebenspraktischen Fähigkeiten" (LPF) für Sehbehinderte und Blinde im Großraum Kassel.


    Erreichbare Ziele

    Ziel der Schulungen in Orientierung und Mobilität und in Lebenspraktischen Fähigkeiten ist es, blinden und sehbehinderten Menschen zu helfen, Stück für Stück Selbständigkeit wieder zurückzuerlangen, die aufgrund der Sehschädigung stark beeinträchtigt oder sogar verloren gegangen ist.
    Die dadurch herabgesetzte Lebensqualität soll durch die Schulung wieder verbessert werden.

    Zu Beginn einer O&M-Schulung z.B. können sich die Schulungsteilnehmer, die oft schon lange nicht mehr allein aus dem Haus gegangen sind, überhaupt nicht vorstellen, dass es möglich sein kann, als blinder oder sehbehinderter Mensch wieder allein im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Oftmals dauert es jedoch nur kurze Zeit, bis erste Erfolge zu verbuchen sind.
    Für die Betroffenen ist es in der Regel eine große Bereicherung, wieder selbständig unterwegs zu sein, d.h. sich nicht nach anderen Personen richten zu müssen oder ihre Hilfe zu erbitten.

    Im Bereich der Lebenspraktischen Fähigkeiten sind die Essenstechniken, also der Umgang mit Messer und Gabel, als Schulungsbeispiel anzuführen, bei denen nach kurzer Zeit Erfolge spürbar sein können: Viele sehbehinderte Menschen verzichten lieber auf den Besuch im Restaurant, weil sie große Schwierigkeiten beim Umgang mit Messer und Gabel haben und dadurch ihr Essverhalten für unrepräsentabel halten. Durch gezieltes Erlernen und Üben, mit dem Besteck zu tasten und nach einer bestimmten Systematik das Fleisch zu schneiden und die Beilagen zu schieben, ist die Orientierung auf dem Teller dann blind möglich. Man muss nicht sehen können, um ordentlich essen zu können!

    Die Unterrichtsinhalte werden jeweils den Bedürfnissen des einzelnen Schulungsteilnehmers angepasst, d.h. die Schulung verläuft nicht nach einem bestimmten Programm, das jeder gleich absolviert.